5 Kriterien für ein gutes Logo-Design

Ein gutes Logo lässt sich oft bereits auf den ersten Blick erkennen. Große Marken besitzen einprägsame Logos und meist reicht eine Millisekunde Sichtbarkeit aus um zu erkennen, welches Unternehmen dahinter steckt. Viel Marketing zuvor steht die Konzeption des Logos bzw. des Logo-Designs. Ein einheitliches Rezept für ein gutes Logo-Design gibt es sicher nicht, aber einige wichtige Zutaten die unbedingt in den Kreationsprozess einfließen sollten um ein nachhaltig kultiges Logo zu kreieren. (Bild: Karoline Frau – Corporate Identity Herzog)

Wozu brauchen wir überhaupt ein Logo? In der Definition ist ein Logo eine Signatur des Unternehmens oder von dem was es im Kern tut. Es grenzt das Unternehmen vom Wettbewerb ab, schafft vertrauen, weckt Loyalität und sorgt dafür, dass ein Unternehmen wiedererkannt wird. Auf den Punkt gebracht: Es schafft Identität.

Jetzt zur eigentlichen Frage: Was zeichnet ein gutes Logo-Design aus? Grundsätzlich beinhaltet ein Logo Farben, Formen und Schriftarten, im Idealfall übrigens nur eine Schriftfamilie. Das Farben eine emotionale Wirkung oder Bedeutung haben brauche ich an dieser Stelle nicht näher zu erläutern. Bei Formen spielt die Geometrie eine entscheidende Rolle, denn ein Logo soll in sich stimmig wirken. Alle bekannten Logos sind dementsprechend konzipiert.

 

„Eine Kombination aus Wort- und Bildmarke ist ideal“

Logo-Architektur

Bei der Architektur bzw. Zusammensetzung des Logos gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten: Reine Word- oder reine Bildmarke, sowie beides in Kombination. Letzteres ist aus meiner Sicht ideal, denn die Wortmarke stellt den Namen des Unternehmens dar und die Bildmarke schafft zusätzlichen kreativen Spielraum für spätere Kommunikation. Was die Auswahl der richtigen Schriftart für die Wortmarke angeht, könnt Ihr diesem Link folgen.

Die Kreation der Bildmarke ist die größte Herausforderung. Bildmarken großer Brands vermitteln selten direkt, was das Unternehmen tut. So hat Nike bspl. keinen Laufschuh, Mercedes kein Auto oder Apple keinen Computer im Logo. Für kleine und mittelständige Unternehmen kann eine Anlehnung der Wortmarke an das Kerngeschäft dennoch sinnvoll sein.

 

„Ein gutes Logo ist schlicht, einprägsam, zeitlos, für alle Medien kompatibel und passend.“

5 Kriterien für ein gutes Logo Design

Schlicht
Ein schlichtes Logo behält man gut in Erinnerung, erkennt man schnell wieder und es lässt sich auch problemlos in Schwarz und Weiß drucken. Bei aller Einfachheit muss es etwas Einzigartiges besitzen und sich eindeutig von Wettbewerbern abgrenzen.

Einprägsam
Folgt man dem Schlichten ist ein Logo auch gleichzeitig einprägsam, wie das Beispiel McDonalds zeigt.

Zeitlos
Da ein Logo möglichst nicht verändert werden sollte, muss es zeitlos gestaltet sein. Ist ein Logo noch in 10, 20 oder 30 Jahren attraktiv und spiegelt die Kernkompetenz wider? Die Marke Mercedes gibt es seit 1902, der Stern als Bildmarke besteht seit 1933 und ist heute nicht mehr aus der Automobil-Landschaft wegzudenken.

Kompatibel
Ein Logo muss in allen Medien Anwendungen finden können, egal ob auf dem iPad mit Millionen von Farben oder in der Tageszeitung, welche in Schwarz/Weiß druckt. Dafür muss es stets im Vektor-Format (z. B. als *.eps-Datei) gestaltet werden.

Passend
Ein Logo wird auf eine zuvor definierte Zielgruppe entworfen und muss zum Unternehmen, zum Produkt oder der Dienstleistung passen. Ein einprägsames Beispiel dazu bietet der Spielwarenhersteller Toys“R“Us. Welche Zielgruppe hat das Unternehmen wohl?

Bedeutung des Claims
Unterstützt wird ein Logo häufig von einem Claim. Wir kennen das aus der Werbung wie z. B. „Das Auto.“, „I’m lovin it.“ oder „Da weiß man, was man hat.“. Ein Claim ist ein fest mit dem Unternehmens- oder Markennamen verbundener Satz oder Teilsatz als Bestandteil des Logos. Es soll das Logo unterstützen und spiegelt oft die Positionierung des Unternehmens oder das zentrale Versprechen wider. Beim Reiß Immobilen steht das Vertrauen des Kunden in den Immobilienmakler im Vordergrund, daher haben wir den Claim „In guten Händen.“ konzipiert.

15 Mai, 2015